In diesem Bereich haben wir für Sie die gebräuchlichsten Begriffe aus der Welt der Glasherstellung und -verarbeitung gesammelt und liefern eine passende Erklärung dazu.

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b-Faktor Der b-Faktor wird auch "Shading Coeffizient" genannt und ist nach VDI 2078, Ausgabe Oktober 1994.Der "mittlere Durchlassfaktor b" ist das Verhältnis aus dem g-Wert der jeweiligen Verglasung und dem g-Wert einer Isolierglasscheibe ohne Beschichtung. Der g-Wert der Isolierglasscheibe wird generell mit 80 % angesetzt. Der mittlere Durchlassfaktor b ist die entscheidende Grösse zur Berechnung der Kühllast. (g = 0,80) : SC = g: 0,80. Der Beschattungskoeffizient ist also ein Maß der Sonnenschutzwirkung, verglichen mit derjenigen einer normalen unbeschichteten Isolierglasscheibe Hoher Beschattungskoeffizient, z.B. SC 0,9 = geringe Beschattung. Tiefer Beschattungskoeffizient, z.B. SC 0,3 = gute Beschattung

Beschichtetes Glas Beschichtetes Glas wurde Anfang der 80er Jahre auf den Markt gebracht. Um die Transparenz des Glases mit den hervorragenden Emissionseigenschaften der Edelmetalle zu verbinden, werden dünne Metallschichten auf das Glas aufgebracht. Dadurch ist einerseits die Durchlässigkeit für das Licht der Sonne gegeben, auf der anderen Seite wird das Emissionsvermögen der Glasoberfläche wirkungsvoll verringert. Ein großer Teil der Metallschichten bestehen aus Silber. So lassen sich wirklich neutrale Wärmefunktionsschichten mit niedrigem Emissionsverm?gen (e = 0,04) herstellen, die einen kV-Wert von 1,1 W/m2K nach DIN im Standardaufbau mit Argonfüllung gewährleisten. Aus dem so beschichteten Basisglas läßt sich eine umfangreiche Produktpalette mit kV-Werten bis zu 0,5 W/m2K nach DIN im Isolierglasaufbau herstellen. Auch Kombinationen mit Schallschutz- oder Sicherheitsglas sind möglich.

Bewertetes Schalldämm-Maß R Das Schalldämmaß R eines Bauteils ist von der Frequenz abhängig. Der bauakustische Frequenzbereich erstreckt sich von 100 Hz bis 3150 Hz. R kennzeichnet das zehnfache logarithmische Verhältnis von der auf das Bauteil auftreffenden Schalleistung P1 zu der von diesem Bauteil abgestrahlten Schalleistung P2. Aufgrund dieses logarithmischen Maßtabes stellt eine Verbesserung der Schalldämmung von 10 dB eine Halbierung der Lärmbelästigung dar.

Biegefestigkeit Beim Biegen einer Verglasung wird die eine Seite verdichtet und die andere Seite gedehnt. Die Biegebruchfestigkeit hat einen Wert von: 40 MPa (N/mm2) bei einem Floatglas, 120 bis 200 MPA (N/mm2) bei vorgespanntem Glas (ESG), abhängig von der Stärke, Kantenform und Art des Produktes.

Bohrungen in Glas Sind in fast jedem Durchmesser möglich, in der Regel ab 4-6 mm in 2 mm-Schritten steigend. Die Bohrungen können für Sonderanwendungen innen geschliffen und poliert sein, ebenso als Senkborung ausgeführt werden.

Brandschutzgläser Gläser zum Verhindern des Übergreifens von Rauch oder Feuer.
Typen:
G-Klasse = Brandschutz, nur Feuer
F-Klasse = Brandschutz, Feuer und Hitzeentwicklung wird je nach Typ 30- 120 Minuten zurückgehalten.
Diese Gläser gibt es für Innen- und Außenanwendung, in Kombination mit Isolierglas und Sicherheitsglas. Zum Brandschutzglas gehört jedoch auch die richtige zugelassene Rahmenkonstruktion.