In diesem Bereich haben wir für Sie die gebräuchlichsten Begriffe aus der Welt der Glasherstellung und -verarbeitung gesammelt und liefern eine passende Erklärung dazu.

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Emissivität ( Low-E) Silberbeschichtete Wärmeschutzgläser werden in der Fachsprache auch als 'Low-E'-Gläser bezeichnet ( Low-Emissivity ) = niedrige Emissivität = niedrige Wärmeabstrahlung. Mit der Emissivität wird die Wärmeabstrahlung einer Oberfläche im Verhältnis zu einem genau definierten sogenannten 'schwarzen Körper' bezeichnet.

ESG Einscheiben-Sicherheits-Glas ESG ist ein thermisch vorgespanntes Glas. Die Vorspannung wird durch eine Wärmebehandlung des Glases erreicht. Der Herstellungsprozess von ESG besteht im raschen und gleichmässigen Erhitzen einer Glasscheibe auf über 600°C und dem anschliessenden zügigen abkühlen durch anblasen mit kalter Luft. Die charakteristische Spannungsverteilung im ESG bewirkt, daß die äusseren Flächen zum Kern hin unter Druckspannung, der eigentliche Kern des Glases jedoch unter Zugspannung steht. Beide Spannungen m?ssen zueinander im Gleichgewicht stehen, denn nur so ist der stabile Spannungszustand zu erreichen, der die Sicherheitseigenschaften von ESG gewährleistet. ESG verfügt über einen erhöhten Verletzungsschutz, denn im Falle der Zerst?rung entsteht ein engmaschiges Netz von kleinen, meist stumpfkantigen Glaskrümeln und keine scharfkantigen Glassplitter. ESG kann selbstverständlich auch mit den modernen Isoliergläsern kombiniert werden.
Technische Daten zu ESG:
Erhöhte Biegefestigkeit 50 N/mm2 gegenüber 30 N/mm2 bei Floatglas
Erh?hte Stoß- und Schlagfestigkeit nach DIN 52 337 (Pendelschlagversuch)
Erhöhte Temperaturwechselbeständigkeit 150 K statt 40 K bei normalem Floatglas